Verfasser: am 19.December 2011 in Demonstrationen & Proteste | 0 Kommentare

Demonstrationen in Russland

© piccaya - Fotolia.com

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Die Bevölkerung Russlands setzt sich zur Wehr. Ist das noch das alte Russland, wie man es kennt? Am Sonntag schien das nicht der Fall zu sein. Kurz nach den Wahlen praktiziert die Bevölkerung den Aufstand. Zu viele Ungereimtheiten haben mal wieder Russlands Demokratie in Frage gestellt. Man geht von einem Wahlbetrug bei den Parlamentswahlen am 4. Dezember aus, was 100 000 Menschen am Sonntag dazu bewegt hat auf dem Bolotnaja-Platz gegen das Putin-Regime zu demonstrieren. Immerhin war es die mit Abstand größte Kundgebung seit Jahren und sie ist glücklicherweise alles in allem friedlich verlaufen. Die Bürger fordern eine Neuwahl und den Rücktritt von Wladimir Tschurow, dem Vorsitzenden des Zentralen Wahlkomitees. Allerdings fand sich das Zentrale Wahlkomitee keinesfalls bereit, über den Rücktritt Tschurows zu verhandeln. Der Regierungschef Russlands gab sich verständnisvoll und betonte, dass man Demonstrationen respektieren würde und bereit sei, sich anzuhören, was das Volk zu sagen habe. Dennoch macht es nicht den Anschein, als hätte das eine besonders wirksamen Einfluss auf den Anspruch auf eine Veränderung des Systems. Dabei ist es gerade Putin, der zunehmend in Kritik geraten war. Plumpe Versuche seinen Status als eisernen Helden Russlands durch Medientricks zu festigen, haben ihre Wirkung verfehlt und es wird allgemein hin als dreist empfunden, dass der ehemalige Präsident, dann Premierminister erneut Präsident geworden ist. Immer mehr Stimmen erheben sich gegen Putin und fordern seinen Rückzug aus Russlands Politik. Ein solches Bild der politischen Führung Russlands, die immer mehr Kritiker im Volk erzeugt, kann fatale Auswirkungen auf das Klima in der Bevölkerung haben, warnen die Experten. Es gilt nun die letzten vernünftigen Kräfte in der Politik zu mobilisieren, um eine Veränderung zu erzwingen. Das Volk ist durchaus nicht bereit klein bei zu geben. So haben sich bereits neue Demonstrationen angekündigt.



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