Tausende Studenten in London sind am vergangenen Mittwoch aus Protest gegen die Bildungspolitik der Regierung auf die Straße gegangen. Der Anlass für die Demonstration waren die geplanten Kürzungen an den Universitäten und die drastische Erhöhung der Studiengebühren im kommenden Jahr.
Die Studiengebühren liegen derzeit im Schnitt bei 3300 Pfund (knapp 4000 Euro), sollen im kommenden Jahr jedoch mehr als verdoppelt werden. An einem Drittel der Universitäten sollen sie 2012 sogar auf 9000 Pfund steigen.
Die Demonstranten haben entschieden gegen Einschnitte bei der Bildung protestiert und wurden bei ihrem Marsch durch die britische Hauptstadt von einem massiven Polizeiaufgebot begleitet. Die Organisatoren sprachen von mehr als 10.000 Teilnehmern, die Polizei dagegen zählte rund 2000 Demonstranten – deutlich weniger als die 4000 eingesetzten Polizisten. Die Studentenproteste gegen die Erhöhung der Studiengebühren waren im November und Dezember vergangenen Jahres teilweise in Gewalt umgeschlagen. Um eine Wiederholung sozialer Unruhen zu verhindern, hatte die Polizei die Erlaubnis bekommen, im Fall von Ausschreitungen Gummigeschosse gegen die Demonstranten einzusetzen.